Allgemein und Folgen des Brexit

Allgemeines und Folgen des BrexitDas Wort Brexit besteht aus den Worten Britain (zu Deutsch: Großbritannien) und Exit (zu Deutsch: Ausstieg) und steht für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU).

“Not my cup of tea”, so sagen die Brexit Befürworter. “Nicht meine Tasse Tee”, das soll bedeuten, dass es den Briten mehr oder weniger egal ist, was mit der EU passiert, und dass sie mit deren Konzept nie richtig warm geworden sind. Mehrere Studien beweisen, dass ungefähr zwei drittel der Briten sich nicht europäisch fühlen, und sich auch nie dafür oder für die EU interessiert haben. Im Folgenden geht es um Allgemeines und die Folgen des Brexit.

Ablauf der Abstimmung über den Brexit

Die Wahllokale öffnen üblicherweise um 7 Uhr morgens, und schließen um 23 Uhr. Die Frage die auf den Abstimmungszetteln steht, ist: “Sollte das Vereinigte Königreich ein Mitglied der Europäischen Union bleiben oder die Europäische Union verlassen?”. Das Ergebnis der Abstimmung wurde dann im Rathaus von Manchester verkündet.

Das Referendum

Am 23. Juni 2016 wurden alle Bürger von Großbritannien dazu aufgefordert abzustimmen ob es weiterhin in der Europäischen Union bleiben soll, oder aussteigt. Diese Abstimmung nennt man Referendum. Jedoch fiel die Abstimmung sehr knapp aus, bei einer Wahlbeteiligung von rund 72% ist mit knapp 52% für den Austritt letzten Endes Großbritannien ausgetreten. Rund 48% waren für “Remain” was für den Verbleib in der EU steht.

Warum wollen die Briten aus der EU austreten?

Großbritanniens Abneigung gegenüber Europa besteht bereits seit mehreren Jahren. Im Jahre 1973 trat Großbritannien der EU bei, und schon zwei Jahre darauf kam es zu einem Referendum über die Mitgliedschaft. Damals waren die Konservativen vor allem für den Verbleib verantwortlich. Von Beginn an ihrer Mitgliedschaft schloss es sich nicht an die Währungsunion an. Großbritannien erzielte damit eine gewissen Unabhängigkeit gegenüber Europa, da London dadurch fiskal- und wirtschaftspolitisch nicht an die Europäische Zentralbank gebunden ist.

13. Juli 2016

Nach dem Referendum kündigte der Premierminister David Cameron seinen Rücktritt an, da die Entscheidung des Volkes aus der Europäischen Union auszutreten nicht seinen Vorstellungen entsprach. Seine Nachfolgerin war Theresa May. Sie ist seit diesem Tag die Premierministerin des Vereinigten Königreichs.

Folgen des Brexit für Großbritannien

Zunächst muss man sagen, dass noch nicht vollkommen klar ist, welche Folgen der Brexit nach sich ziehen könnte. Die Langzeitwirkungen hat man bisher noch nicht herausfinden können, jedoch erschließen sich bereits einige Nachteile für Großbritannien aus der Europäischen Union ausgestiegen zu sein.

Auswirkungen auf die Autoindustrie

Aufgrund des Brexit ergeben sich massive Probleme bei den Autoherstellern. Die Autobranche gehört zu den wichtigsten Industriezweigen Großbritanniens. Die Autoindustrie in Großbritannien hat einen großen Schaden vom Brexit davongetragen. Während im Jahr 2016 die Autobranche noch 1,66 Milliarden Pfund Umsatz gemacht hat, liegt der 2 Jahre später nur noch bei 1,1 Milliarden Pfund.

Auswirkungen auf die City of London

Der Finanzsektor Großbritanniens wird City of London genannt. Diese gehört zu den wichtigsten Bank- und Finanzunternehmen Europas. Doch nach dem Brexit gehört diese nicht mehr der EU an, und wird somit einige Schwierigkeiten mit sich bringen. Auch die amerikanischen Banken die dort ihren Standort haben, werden nach dem endgültigen Austritt von Großbritannien umdenken müssen.

Auswirkungen auf den Sport

Allgemeines und Folgen des BrexitSportler und Fußballfachleute erkennen bei dem Brexit vor allem einen großen Nachteil. Auch die Vorsitzende des Londoner Fußballerstligavereins West Ham United Karren Brady sieht die Schwierigkeiten die vielleicht aufgrund des Brexit aufkommen wird. Es geht vor allem um die Wettbewerbsfähigkeit des Fußballs in Großbritannien gegenüber Europa. Es wird schwieriger sein große Talente wie Bastian Schweinsteiger (Manchester United),  oder Mesut Özil (FC Arsenal) nach Großbritannien zu holen. Nach dem Brexit würden Spieler wie diese ein Einreisevisum und eine Arbeitserlaubnis brauchen.

Die Zukunft des Brexit

Da ein Austritt aus der EU ein bis zwei Jahre dauern kann, sind wohl die Jahre 2018/2019 die entscheidenden Jahre. Die Brexit Verhandlungen sind zu diesem Zeitpunkt in ihrer finalen Phase.

Vorteile des Brexit für Großbritannien

Einer der größten  Vorteile für Großbritannien ist auf jeden Fall die Unabhängigkeit die sie dadurch gewinnen. Ohne die Europäische Union sind die Briten nicht mehr von der Europäischen Zentralbank (EZB) abhängig.

Außerdem ist die britische Regierung gegen zu viele Einwanderer. Die Einwohner Großbritanniens sehen sie als Gefahr an. Es geht dabei vor allem um Schul- und Arbeitsplätze. Wenn sie kein Teil mehr der EU sind, können sie selber besser darüber bestimmen wer in das Land gelassen wird.

Außerdem würden die Briten jährlich ungefähr 25 Milliarden Euro durch den Brexit sparen.

Nachteile des Brexit für Großbritannien

Viele Politiker und Unternehmen fürchten einen Machtverlust auf internationaler Ebene. Davon könnten besonders Landwirtschaft und Umwelt getroffen werden.

Einer der größten Vorteile einer EU-Mitgliedschaft, ist der freie Zugang zum EU Binnenmarkt. Theoretisch wäre es möglich dieses Zugang auch nach dem Austritt noch beizubehalten. Experten halten dies aber für unwahrscheinlich, weil die EU-Kommission es den Briten schwer machen würde.

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